Der Entdecker des Ginkgo

Ginkgo Museum

Engelbert Kämpfer (1651 - 1716)

Engelbert Kämpfer (1651 - 1716)

Als erster Europäer berichtete Ende des 17. Jahrhunderts der deutsche Arzt Engelbert Kaempfer von dem Ginkgobaum. Er begegnete dem seltsamen Baumverteranen während einer 2 jährigen Forschungsreise nach Japan, die er im Auftrage der holländischen Vereinigten Ost-Indien-Gesellschaft (VOC) unternahm. Er verweilte von 1690 bis 1692 auf der kleinen künstlich angelegten Insel "Deshima", die vor der Küste Nagasakis liegt. Dort war seinerzeit der einzige offene Hafen für ausländische Schiffe und von dort aus durfte er zwei Reisen - nach Edo (Tokyo), zum Hofe des Shogun (Kaiser) unternehmen.
Es ist ziemlich sicher, dass Kaempfer im Februar 1691 das erste Mal in seinem Leben einen Ginkgobaum in Nagasaki gesehen hat. Hier sah er auch, daß die Menschen die Nüsse des Ginkgobaumes u.a. nach dem einnehmen einer Mahlzeit aßen um die Verdauung zu fördern, nachzulesen in seiner ,,Beschreibung des japonischen Reiches", enthalten in seinem berühmtesten Werk "Amoenitatum Exoticarum" (Lemgo, 1712), welches zusammen mit seinen vielzähligen anderen Notizen und Berichten im Britischen Museum in London aufbewahrt wird.

In seinen Schriften geht es aber nicht nur um die Nüsse des Ginkgo und deren Vitalität, vielmehr beschreibt er als erster den Ginkgo und andere Pflanzen umfassend für die westliche Welt. Bei Kaempfer wurde diese Disziplin zur Leidenschaft, was vielleicht auch daran gelegen haben mag, daß zu seiner Zeit die Ärzte immer auch der Botanik mächtig sein mussten.
Der Ginkgobaum hatte damals in Japan viele Namen alle davon zeugen, wie der Baum stets die Phantasie seiner Betrachter anzuregen vermochte.

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